Frage gestellt von: Marco
Hallo
Ich habe vor fast 1 jahr eine schuldsumme von 1400 euro gemacht die nun durch das gerichtliche mahnverfahren auf 1800 euro gestiegen sind.
Nun habe ich mich mit dem Anwalt in verbindung gesetzt und ihm eine ratenzahlung angeboten.Meine gehaltsabrechnung habe ich in meinem schreiben beigelegt.
Nun meine Frage:
Mein Nettoverdienst beträgt 773 euro
Davon zahle ich meine laufenden Kosten wie Miete,strom u.s.w.
Nun verlangt der anwalt eine Monatliche rate von 300 Euro.
Das ist für mein gehaltsabschnitt einfach zuviel.
Was kann ich aufgrund dessen nun machen?
Beantwortet von: Boesefalle-Team
Hallo Marco ,
mit 773 Euro bist du laut ZPO §850 c nicht pfändbar, d.h. du bist unter dem Existenzminimum und solltest damit deine Miete, Strom, Lebensmittel bezahlen. Du könntest diesem Anwalt schreiben, dass du derzeit nicht zahlungsfähig bist, aber trotzdem deine Schulden begleichen möchtest, obwohl du nicht pfändbar bist. Du könntest um Stundung bitten, bis dein Einkommen oberhalb der Pfändungsgrenze liegt ( 985,15 Euro). Dies könnte auch bei der Verhandlung dein Druckmittel sein. Eine weitere Möglichkeit wäre eine kleine Rate mit Zinsstop anzubieten, um die Hauptforderung und nicht nur die Zinsen tilgen zu können. Was du sehr gut gemacht hast, ist die Tatsache, dass du dich mit deinem Gläubigervertreter in Verbindung gesetzt hast. Erfahrungsgemäß dauern Verhandlungen oft lange. Bleib dran. Deine ersten Schritte waren schon sehr gut. Falls du noch Rückfragen hast, stehen wir dir gerne zur Verfügung.
Grüße,
Boesefalle-Team.